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23.02.2012, 08:00 Uhr | Norbert Staigmüller
Wo drückt der Schuh in Blaustein?
Der CDU-Gemeindeverband lud zum „Gedankenaustausch“ mit unterschiedlichen Zielgruppen ein.
Ziel war es, Mitglieder und Bürger, welche den Ort, die Entscheidungsträger und die hiesigen Probleme bestens kennen, einmal zu Wort kommen zu lassen. CDU-Vorsitzender Lothar Ruhnke wertete das überaus große Interesse, sowie die Inhalte der Gesprächsbeiträge als deutliches Zeichen dafür, dass Unzufriedenheit mit dem Status quo, Unsicherheit bezüglich der künftigen Entwicklung Blausteins und ein gesteigertes Informationsbedürfnis der Bürger deutlich zu spüren waren.
Viele Defizite und kein Gesamtkonzept erkennbar !
Keine sichtbaren Fortschritte sind nach Meinung vieler Teilnehmer bei der dringenden Beseitigung des Klingensteiner Bahnüberganges, einer Lösung für die seit Jahren leer stehende „Kalte Herberge“ oder der seit langem geplanten Ausgestaltung des Lix-Geländes zu erkennen. Die Entscheidung das Bad Blau wie ein gewerbliches Unternehmen zu führen, wurde allgemein begrüßt. Jedoch sollten dann auch Maßnahmen sichtbar werden, wie das latent hohe Defizit merklich reduziert werden kann. Ein Gewerbebetrieb wäre schon längst bankrott, so ein Teilnehmer. Annähernd im Konsens wurde gerätselt, wie eine optisch nicht sonderlich attraktive Gemeinde wie Blaustein, mit vielen maroden Straßen, Wegen und Treppenanlagen, meterhohen, unansehnlichen Betonmauern entlang der Ortsdurchfahrt B 28 und einem spärlichen Angebot an Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten eine Chance in Sachen Fremdenverkehr haben soll. Teilnehmer schilderten eindrucksvoll, wie sich andere Gemeinden im Alb-Donau-Kreis in den letzten Jahren optisch sichtbar aufgewertet und sich zu „Wohlfühlgemeinden“ entwickelt hätten. Angemahnt wurde ein Gesamtkonzept, welches sorgfältig ausgearbeitet, öffentlich diskutiert, mehrheitlich beschlossen und unter Berücksichtigung der jeweiligen Haushaltslage schrittweise umgesetzt werden müsste. Nur so könne Stückwerk verhindert und für den Bürger mittel- bis langfristig erfreuliche Fortschritte im Ort vermittelt werden.
CDU als Ansprechpartner der Bürger
Nach den äußerst erfolgreichen Veranstaltungen besteht die feste Absicht, den „Gedankenaustausch“ fortzusetzen, um die Vorstellungen und Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger intensiver zu berücksichtigen. Lothar Ruhnke sagte den Teilnehmern zu, die vorliegenden Wünsche und Anregungen zu bündeln und nach enger Abstimmung mit der Fraktion dem Bürgermeister vorzulegen.
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